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26.05.2010 17:32 Uhr bis hier zu Fuß gelaufen. Hätten sie den direkten Weg genommen, wäre es
allein schon eine beachtliche Leistung. Aber nein, der Wanderverein „Frisch auf!“ hat tatsächlich den Weg über die Magellanstraße vorbei am Kap der Guten Hoffnung mit einem kurzen Abstecher zur Avus in Berlin genommen, um dann gradewegs durch das Tote Meer, das Schwarze Meer, die Adria, den Atlantik und die Nordsee hierhin vorzudringen – und zwar unter Wasser! Sie sollten sich besser „Frisch unter!“ nennen. Denn dieser Weg ist freilich kein Pappenstiel und man muss verdammt lange die Luft anhalten. Zur Begrüßung habe ich jedem einzelnen erst mal einen siebenstöckigen Grog kredenzt. Das ist die übliche Belohnung, wenn man von der Steiermark bis hier über diesen feucht-fröhlichen Weg kommt. Aber so eine Strecke fordert ihre Opfer und so waren es von 9 nur noch 10 ... oder umgekehrt. Ich erinnere mich selbst nicht mehr so genau, weil ich mit jedem Wanderer der Ehre halber mittrinken musste. Falls es plötzlich einer mehr war, stellt sich mir die berechtigte Frage: Wo hatten sie den aufgegabelt? Falls es einer weniger war: Hat ihn Loretta ein für alle mal niedergestreckt oder wieder zum Leben erweckt? Ist letzteres der Fall, so stellt sich mir schon wieder eine Frage und die lautet: warum lungert sie unter Schwämmen, Algen und Rochen herum, um ertrunkenen Wanderern aufzulauern? Bin ich ihr nicht gut genug – oder all die anderen Stammgäste hier? Sie ist unersättlich ...
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