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28.05.2010 15:19 Uhr Da will ich nach Feierabend sehen, was in der Kasse ist, reiße die Schublade auf und schon fällt mir das zentnerschwere Ding auf den rechten Fuß. Mit dem linken war ich heute aufgestanden und das hätte mir schon zu denken geben sollen. Vor allem, weil ich kurz darauf mit dem Ärmel an der Türklinke hängen geblieben bin. Da sollte man eigentlich wissen: heute wird kein guter Tag, ich bleib’ einfach im Bett. Aber das gönn’ ich mir ja nur einmal im Jahr, wenn Ruhetag ist. So hatte ich also jetzt diesen blutunterlaufenen Fuß, der quasi minütlich an Umfang zunahm. Kaum hatte ich mich von meinem Schuh befreit, legte die alte Quante noch mal 7 Zentimeter zu. Nicht dass mich die Schmerzen störten. Aber das Laufen sah wirklich zu dämlich aus. Deshalb machte ich mich in gefährlicher Schieflage auf den Weg du Doktor Steinbrecher. Er ist übrigens kein Arzt sondern Ingenieur. In einer nächtlichen Sitzung baute er mir einen rechten Schuh, der mittels eines ausgeklügelten Mechanismus die zunehmende Schieflage auszugleichen vermochte. Einerseits gut, andererseits schlecht. Denn der Spaß kostet mich meine sämtlichen Einnahmen zuzüglich Nachtzuschlag. Ich werde das Wort Kassensturz nie mehr auch nur denken. Ab heute heißt das Bilanz. Klingt auch irgendwie besser. Das Wort Türsturz streiche ich auch mal besser aus meinem Wortschatz ...
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